Papierhersteller zerstören Wälder

Die europäischen Wälder sind seit 1950 um über 30% gewachsen (1). Der Zuwachs beträgt jährlich das Vierfache der Stadt London (2). Die Papierindustrie ist ein relativ kleiner Abnehmer von Holz. 53% der weltweiten Holznutzung wird zur Energieerzeugung verwendet, 28% wandern in Sägewerke und nur gerade 11% in die Papierindustrie (FAO Statstics 2007). FSC, also der Standord zur nachhaltigen Waldwirtschaft, ist als Label in der Papierindustrie weit verbreitet. Die meisten heute am Markt erhältlichen Papiere sind FSC-zertifiziert.

Der Raubbau an Wäldern kommt in der Regel in den Tropen vor. Die Bäume müssen hier in der Regel der Landwirtschaft weichen (replantingtherainforests.org, April 2009). In Nordeuropa kommt das Papier aus naturnahen Wäldern, in denen der Kreislauf von Anbau und Abholzung sorgfältig kontrolliert wird. Laut der CEPI Handels-Statistik stammen rund 94% des hier verwendetend Papiers aus Europa.

Kinderbücher sind aufwändig in der Herstellung. Was viele Eltern nicht wissen: Immer häufiger werden sie in China hergestellt. Das Land verwendet in der Buchproduktion Tropenholz. Jedes zehnte getestete Buch enthält Tropenholz. «Kassensturz» über Bücher, die zu Raubbau an der Natur führen.

Eine der vielen Eigenschaften von Papier ist seine Rolle als erneuerbarer und widerverwertbarer Rohstoff. Die europäische Umweltagentur EEA hat erklärt, dass die europäische Forstpraxis einen positiven Einfluss auf die Biodiversität hat (4). Rund 98% der europäischen Wälder sind durch einen Bewirtschaftungsplan vor falschem oder übermässigen Abbau geschützt (MCPFE, Europes’s Forests).

(1) UNESCO, FAO, The Development of Forest Resources, 1950 to 2000
(2) CEPI, Forest fact Sheet
(3) Paper an the Environment, ATS Consulting
(4) EEA, The European Environment, State an Outlook 2005, Seite 191